Traumatherapie

Plötzlich war alles anders, Schlimmes geschah Ihnen mit der Folge, dass Ihre normale Alltagswelt zusammenbrach. Durch überwältigende Ereignisse (Unfälle, Überfall, sexuelle Gewalt, Naturkatastrophen etc.) kann es zu einem Trauma (einer seelischen Verletzung) kommen, das von dem betroffenen Menschen nicht mehr im Rahmen seiner üblichen, alltäglichen Anpassungs- und Bewältigungsstrategien gelöst werden kann. Jedes Trauma hat Einfluss auf das emotionale, körperliche und seelische (Wohl-)Befinden, die kognitive Entwicklung sowie das soziale Verhalten. Verbunden ist ein Trauma mit Gefühlen von Hilflosigkeit, Ohnmacht und schutzlosem Ausgeliefert-Sein sowie Todesangst, Panik, Schmerz und Entsetzen und bewirkt eine dauerhafte Erschütterung von Selbst-, Beziehungs- und Weltverständnis.

Folgen von Traumata im Alltag können sich aufdrängende Erinnerungen, Gedanken, Gefühle (Intrusionen), Vermeiden von Gefühlen, Gedanken und Orten, die mit dem Trauma in Verbindung stehen, Albträume, eingeschränkte Interessen und Gefühle, Gedanken an Suizid und Angst vor der Zukunft, erhöhte Reizbarkeit und vieles mehr sein.

Ziele bei der Bearbeitung von traumatischen Erlebnissen sind zunächst die Stärkung der eigenen Ressourcen (eigene Stärken, Fertigkeiten, Fähigkeiten) als  Gegengewicht zu den schrecklichen Erlebnissen. Daran schließt sich eine Stabilisierungsphase an um die Symptome und die Auswirkungen der Traumatisierung in den Griff zu bekommen und so eine bessere Lebensqualität zu erreichen. Bei einer gewünschten Traumadurcharbeitung wird das Trauma mithilfe spezieller Techniken noch einmal genauer kontrolliert und dosiert betrachtet und durchgearbeitet, um eine  Retraumatisierung zu vermeiden. Bei erfolgreicher Durcharbeitung  wird das Erlebte in die eigene Lebensgeschichte integriert und abgeschlossen.